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Das luxemburgische öffentliche Grundschulsystem

Das luxemburgische öffentliche Grundschulsystem

Sie kommen mit Kindern nach Luxemburg oder planen einen Umzug mit Ihrer Familie? Die Grundschule, oft auch als „École primaire“ bezeichnet, ist die erste wichtige Etappe der luxemburgischen Schullaufbahn. Sie richtet sich an Kinder im Alter von etwa 3 bis 12 Jahren, wobei die Schulpflicht ab dem 4. Lebensjahr gilt.

Für im Ausland lebende Familien ist es unerlässlich, die Funktionsweise der Grundschule zu verstehen: Anmeldung in der Wohngemeinde, Unterrichtssprachen, Schulstufen, „Maison Relais“, Begleitung von Neuankömmlingen und Orientierung für den Übergang zum Gymnasium. Diese Seite bietet Ihnen praktische Hinweise, damit Ihr Kind in Luxemburg unter den besten Bedingungen zur Schule gehen kann.

Luxemburgische Grundschule: Wissenswertes für Expatriates

  • Die luxemburgische Grundschule nimmt Kinder im Alter von etwa 3 bis 12 Jahren auf.
  • Für Kinder mit Wohnsitz in Luxemburg besteht ab dem 4. Lebensjahr Schulpflicht.
  • Die Kinder werden grundsätzlich in der öffentlichen Schule ihrer Wohngemeinde angemeldet.
  • Die öffentliche Grundschule ist kostenlos.
  • Das System basiert auf Mehrsprachigkeit: Luxemburgisch, Deutsch und Französisch.
  • Im Rahmen einer Reform wird schrittweise die Wahl zwischen einer Alphabetisierung auf Deutsch oder auf Französisch eingeführt.
  • Es gibt Maßnahmen zur Unterstützung ausländischer oder neu angekommener Kinder.

Wie funktioniert die Grundschule in Luxemburg?

Die luxemburgische Grundschule entspricht der Primarstufe. Sie umfasst die ersten Schuljahre des Kindes, von der freiwilligen Frühförderung bis zum Übergang ins Gymnasium im Alter von etwa 12 Jahren.

Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Integration von Kindern in Luxemburg. Die grundlegenden Lerninhalte werden dort schrittweise vermittelt, ebenso wie sprachliche, soziale und kulturelle Kompetenzen. Das System ist besonders von Mehrsprachigkeit geprägt, einem wesentlichen Merkmal des luxemburgischen Bildungswesens.

Ab welchem Alter besuchen Kinder in Luxemburg die Grundschule?

Kinder können bereits ab dem Alter von 3 Jahren in die Frühförderung eintreten. Diese erste Stufe ist freiwillig. Die Schulpflicht beginnt ab dem 4. Lebensjahr, wenn das Kind in die Vorschule, die gemeinhin als „Spillschoul“ bezeichnet wird, eintritt.

Die Grundschule begleitet die Schüler anschließend bis zum Alter von etwa 12 Jahren. Nach Abschluss dieser Schulzeit werden die Kinder in die luxemburgische Sekundarstufe oder in ein anderes, von den Eltern gewähltes Schulsystem weitergeleitet.

Lesen Sie auch unseren allgemeinen Leitfaden zum Bildungs- und Schulsystem in Luxemburg.

Die Stufen der luxemburgischen Grundschule

Die Grundschule ist in vier Lernstufen unterteilt. Jede Stufe entspricht einer Entwicklungsphase des Kindes und spezifischen pädagogischen Zielen.

StufeUngefähres AlterSchulstufeHauptziele
Stufe 13 bis 5 JahreFrüh- und VorschulbildungSozialisation, Selbstständigkeit, erste sprachliche Grundlagen
Stufe 26 bis 7 JahreBeginn der GrundschulbildungLesen, Schreiben, Mathematik, Grundkenntnisse
3. Stufe8 bis 9 JahreVertiefung des GelerntenFestigung der schulischen und sprachlichen Kompetenzen
4. Zyklus10 bis 11 JahreEnde der GrundschuleVorbereitung auf die Wahl der weiterführenden Schule

Stufe 1: Frühförderung und Spillschoul

Der Zyklus 1 richtet sich an Kinder im Alter von etwa 3 bis 5 Jahren. Er umfasst die Frühförderung, die ab dem 3. Lebensjahr freiwillig ist, sowie die ab dem 4. Lebensjahr obligatorische Vorschulbildung.

Diese Phase fördert die Sozialisierung, die Selbstständigkeit, die Neugier und erste Lernerfahrungen. Der Austausch erfolgt hauptsächlich auf Luxemburgisch, der Sprache, die in den ersten Jahren der luxemburgischen öffentlichen Schule als Umgangssprache verwendet wird. Die Kinder werden zudem schrittweise an die französische Sprache herangeführt.

Für im Ausland lebende Familien ist diese Zeit oft entscheidend. Sie ermöglicht es den kleinen Kindern, sich an ihr neues schulisches Umfeld zu gewöhnen und auf natürliche Weise ihre ersten Sprachkenntnisse zu entwickeln.

Die Zyklen 2, 3 und 4: Grundlegende Lerninhalte und Vorbereitung auf das Gymnasium

Ab dem Zyklus 2 tauchen die Kinder voll und ganz in den schulischen Lernprozess ein. Sie entwickeln ihre Kompetenzen in den Bereichen Lesen, Schreiben, Mathematik, Naturwissenschaften, künstlerischer Ausdruck, Musik und Weltkunde.

Die Zyklen 2 bis 4 ermöglichen zudem eine schrittweise Festigung der Sprachkompetenzen. Deutsch war lange Zeit die Hauptsprache für die Alphabetisierung im traditionellen luxemburgischen Schulsystem. Französisch nimmt anschließend einen immer größeren Stellenwert im schulischen Werdegang ein.

Der 4. Zyklus bereitet die Kinder direkter auf den Übergang in die Sekundarstufe vor. Die schulischen Leistungen, die erworbenen Kompetenzen und der Austausch zwischen Eltern und Lehrkräften tragen dazu bei, die zukünftige Orientierung des Kindes festzulegen.

Wie sehen die Stundenpläne und Schulferien in der Grundschule in Luxemburg aus?

Die Stundenpläne können je nach Gemeinde und Schule leicht variieren. In der Regel besuchen die Kinder montags, mittwochs und freitags ganztägig die Schule und dienstags sowie donnerstags nur vormittags. Diese freien Halbtage sind für außerschulische Aktivitäten vorgesehen. Die Schulzeiten sollten immer bei der Schule oder der Wohnsitzgemeinde erfragt werden.

Das luxemburgische Schuljahr beginnt Mitte September und endet etwa Mitte Juli. Die genauen Termine für den Schulbeginn und die Ferien werden jedes Jahr von den zuständigen Behörden festgelegt.

Die Schüler haben in der Regel mehrere Ferienzeiten im Laufe des Schuljahres: Allerheiligen, Weihnachten, Karneval, Ostern, Pfingsten und Sommerferien.

Sehen Sie sich den Kalender mit den Schulferien und Feiertagen in Luxemburg an.

Wie meldet man sein Kind in Luxemburg für die Grundschule an?

Die Einschulung ist einer der ersten Schritte, die bei einem Umzug nach Luxemburg mit Kindern zu erledigen sind. Das öffentliche Schulsystem ist so konzipiert , dass allen im Land wohnhaften Kindern, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, der Zugang zur Grundschulbildung erleichtert wird.

Die Modalitäten der Anmeldung variieren leicht, je nachdem, ob es sich um eine luxemburgische öffentliche Schule, eine Europäische Schule oder eine private bzw. internationale Schule handelt.

Anmeldung an der öffentlichen Grundschule der Wohngemeinde

Kinder mit Wohnsitz in Luxemburg gehören grundsätzlich der öffentlichen Grundschule ihrer Wohngemeinde an.

Familien, die sich in einer Gemeinde niederlassen, müssen sich bei der Gemeindeverwaltung anmelden. Dieser Schritt ermöglicht es den lokalen Behörden, die schulpflichtigen Kinder zu ermitteln.

Wenn das Kind das schulpflichtige Alter erreicht, erhalten die Eltern in der Regel die notwendigen Informationen zur künftigen Einschulung.

Erfahren Sie, wie Sie Ihren Wohnsitz in Luxemburg anmelden können.

Kann man eine andere öffentliche Schule wählen?

Ja. Unter bestimmten Voraussetzungen können Eltern die Einschreibung in eine öffentliche Schule beantragen, die außerhalb ihrer Wohnsitzgemeinde liegt.

Dieser Antrag muss an die betreffende Gemeinde gerichtet werden und hängt von den Aufnahmekapazitäten der gewünschten Schule ab.

Es wird empfohlen, diesen Schritt mehrere Monate vor Schulbeginn in die Wege zu leiten, um die Chancen auf einen Platz zu erhöhen.

Anmeldung des Kindes an einer internationalen oder privaten Schule

Familien können sich auch für eine internationale, europäische oder private Schule entscheiden. In diesem Fall werden die Aufnahmebedingungen direkt von der jeweiligen Schule festgelegt.

Die Verfahren können ein Anmeldeformular, ein Gespräch oder eine Bewertung der Sprachkenntnisse des Kindes umfassen.

Die Eltern müssen gegenüber den zuständigen Behörden nachweisen können, dass ihr Kind eine Schule besucht.

Vergleich internationaler und europäischer Schulen in Luxemburg.

Welche Unterlagen sind für die Einschulung erforderlich?

Die erforderlichen Unterlagen können je nach Schule variieren, umfassen jedoch in der Regel:

  • einen Personalausweis oder Reisepass des Kindes;
  • eine Wohnbescheinigung oder eine Wohnbestätigung;
  • die bisherigen Schulzeugnisse für Kinder, die bereits zur Schule gehen;
  • eine Geburtsurkunde;
  • etwaige medizinische Unterlagen oder Impfnachweise, die von der Einrichtung verlangt werden;
  • alle Unterlagen, anhand derer sich das schulische oder sprachliche Niveau des Kindes einschätzen lässt.

In welchen Sprachen lernen die Kinder in der Grundschule?

Luxemburg verfügt über eines der mehrsprachigen Bildungssysteme Europas. Diese Besonderheit ist sowohl ein großer Vorteil als auch ein häufiger Grund für Fragen seitens der im Ausland lebenden Familien.

Die Grundschule ermöglicht es den Kindern, schrittweise Kompetenzen in Luxemburgisch, Deutsch und Französisch zu entwickeln und bereitet sie gleichzeitig auf das spätere Erlernen der englischen Sprache in der Sekundarstufe vor.

Luxemburgisch: Sprache der Sozialisierung und Integration

Luxemburgisch nimmt in den ersten Schuljahren einen zentralen Platz ein. Es ist die Sprache, in der Lehrer und Schüler in vielen Alltagssituationen miteinander kommunizieren.

Für Kinder von im Ausland lebenden Eltern fördert dieses Eintauchen in die Sprache eine schnelle Integration in ihr schulisches und soziales Umfeld.

Das traditionelle System der Alphabetisierung auf Deutsch

Historisch gesehen lernen die Schüler ab der 2. Stufe, auf Deutsch zu lesen und zu schreiben. Diese Sprache wird während der Grundschulzeit als Alphabetisierungs- und Unterrichtssprache in vielen Fächern verwendet.

Französisch wird anschließend schrittweise eingeführt und gewinnt im Laufe der Schulzeit zunehmend an Bedeutung.

Die Reform der Alphabetisierung auf Französisch

Luxemburg hat eine umfassende Reform eingeleitet, die darauf abzielt, den Familien mehr Flexibilität zu bieten. Die Wahl zwischen einer Alphabetisierung auf Deutsch oder Französisch wird schrittweise in der Grundschule eingeführt.

Ziel ist es, der sprachlichen Vielfalt der Schüler besser gerecht zu werden und den schulischen Erfolg von Kindern zu fördern, deren Familiensprache dem Französischen näher steht als dem Deutschen.

Warum ist diese Reform wichtig?

Diese Entwicklung zielt insbesondere darauf ab, die Schwierigkeiten zu verringern, mit denen manche Schüler in den ersten Jahren des Lese- und Schreiblernens konfrontiert sind.

Sie trägt zudem dazu bei, das Bildungssystem für in Luxemburg ansässige internationale Familien inklusiver zu gestalten.

Welche Vorteile ergeben sich für im Ausland lebende Familien?

Eltern verfügen nun über mehr Flexibilität bei der Wahl des sprachlichen Bildungswegs ihres Kindes. Diese Möglichkeit kann die schulische Integration von Schülern erleichtern, die aus französischsprachigen Ländern kommen oder bereits auf Französisch unterrichtet wurden.

Wichtige Aspekte der Grundschule in Luxemburg

  • Die Schulpflicht beginnt ab dem 4. Lebensjahr.
  • Die Grundschulbildung umfasst die ersten neun Schuljahre.
  • Das System basiert auf drei Hauptsprachen: Luxemburgisch, Deutsch und Französisch.
  • Mehr als die Hälfte der in Luxemburg eingeschulten Schüler hat eine ausländische Staatsangehörigkeit.
  • Öffentliche Schulen sind kostenlos.
  • Familien können sich auch für europäische oder internationale Schulen entscheiden.

Welche Möglichkeiten gibt es für Kinder von Auswanderern oder Neuankömmlingen?

Luxemburg heißt jedes Jahr zahlreiche internationale Familien willkommen. Um die schulische Integration der Neuankömmlinge zu fördern, wurden mehrere spezifische Maßnahmen eingeführt.

Diese Maßnahmen ermöglichen es den Schülern, sich schrittweise in das luxemburgische Schulsystem einzufinden, wobei ihre bisherigen Bildungswege und ihre Sprachkenntnisse berücksichtigt werden.

Aufnahmeklassen für Neuankömmlinge

Je nach Alter und Schulniveau können neu angekommene Kinder von Aufnahmemassnahmen profitieren, die ihnen den Einstieg in eine geeignete Klasse erleichtern.

Ziel ist es, ihnen die Fortsetzung ihrer Schulausbildung unter optimalen Bedingungen zu ermöglichen und gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse schrittweise auszubauen.

Sprachliche und schulische Förderung

Es können Förderkurse angeboten werden, um den Schülern zu helfen, die notwendigen Kompetenzen in Luxemburgisch, Deutsch oder Französisch zu erwerben.

Diese Unterstützung trägt dazu bei, die durch den Einstieg in ein neues Schulsystem entstehenden Defizite abzubauen und das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken.

Interkulturelle Mediatoren

Familien, die die Landessprachen noch nicht beherrschen, können von interkulturellen Vermittlern begleitet werden. Diese Fachkräfte erleichtern den Austausch mit den Schulen und tragen zu einem besseren Verständnis des luxemburgischen Bildungssystems bei.

Dieser Service ist besonders hilfreich bei den ersten Behördengängen oder bei Elterngesprächen mit den Lehrkräften.

Alternativen zum luxemburgischen Schulsystem

Wenn Eltern einen Unterricht in einer anderen Sprache bevorzugen oder einen bestimmten Bildungsweg einschlagen möchten, gibt es mehrere Alternativen.

Öffentliche Europäische Schulen, internationale Abteilungen und private Schulen ermöglichen es, die Schullaufbahn in verschiedenen Sprachen fortzusetzen und dabei in Luxemburg zu bleiben.

Entdecken Sie alle Angebote zur schulischen Begleitung für Neuankömmlinge.

Maison Relais: Wie funktioniert die außerschulische Betreuung in Luxemburg?

Die Arbeitszeiten der Eltern stimmen nicht immer mit den Schulzeiten überein. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, bieten die meisten luxemburgischen Gemeinden außerschulische Betreuungsangebote an, die als „Maisons Relais“ oder in einigen Fällen als „Foyers scolaires“ bezeichnet werden.

Diese Einrichtungen betreuen die Kinder vor Schulbeginn, während der Mittagspause, nach dem Unterricht sowie während eines Teils der Schulferien. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der täglichen Organisation der Familien und tragen zudem zur Sozialisierung der Kinder bei.

Welche Leistungen bieten die „Maisons Relais“ an?

Die „Maisons Relais“ bieten in der Regel:

  • die Betreuung der Kinder vor Schulbeginn;
  • die Betreuung während der Mittagspause;
  • die Bereitstellung von Mahlzeiten;
  • die Betreuung nach der Schule;
  • pädagogische, kulturelle oder sportliche Aktivitäten;
  • Betreuung während bestimmter Schulferienzeiten.

Die Öffnungszeiten variieren je nach Gemeinde. Kinder, die in der Gemeinde zur Schule gehen, haben in der Regel Vorrang bei der Vergabe der Plätze.

Wann sollte man sein Kind in der „Maison Relais“ anmelden?

Es wird empfohlen, die Anmeldeformalitäten gleich nach Ihrem Umzug oder sobald Sie Ihre zukünftige Schule kennen, zu erledigen. Bei einigen Einrichtungen besteht eine hohe Nachfrage, insbesondere in den bevölkerungsreichsten Gemeinden des Landes.

Die Anmeldemodalitäten werden direkt von den Gemeinden oder den Betreibern der Betreuungseinrichtungen geregelt.

Hier finden Sie die verschiedenen Betreuungsangebote in Luxemburg.

Die Kosten für die außerschulische Betreuung können dank des Chèque-Service Accueil (CSA) gesenkt werden.

Erfahren Sie mehr über die Funktionsweise des „Chèque-Service Accueil“ (CSA), des Kindergeldes und der Familienbeihilfen in Luxemburg.

Entdecken Sie die luxemburgischen Schultraditionen in der Grundschule

Die luxemburgischen Schulen tragen aktiv zur Weitergabe lokaler Traditionen bei. Für Kinder von im Ausland lebenden Eltern bieten diese Veranstaltungen oft eine schöne Gelegenheit, die luxemburgische Kultur kennenzulernen und sich leichter in ihr neues Umfeld zu integrieren.

Nikolaus (Kleeschen)

Das Nikolausfest nimmt in den luxemburgischen Grundschulen einen besonderen Platz ein. Jedes Jahr empfangen die Kinder den Kleeschen, eine symbolträchtige Figur der luxemburgischen Tradition.

Der 6. Dezember ist in der Grundschule traditionell ein unterrichtsfreier Tag.

Der Liichtmëssdag

Anlässlich des Liichtmëssdag, der am 2. Februar gefeiert wird, basteln die Kinder Laternen und nehmen anschließend an Umzügen teil, die in vielen Gemeinden des Landes organisiert werden.

Der Karneval

Die Karnevalszeit ist oft Anlass für festliche Aktivitäten in den Schulen. Die Schüler dürfen insbesondere vor Beginn der Karnevalsferien verkleidet zur Schule kommen.

Mutter- und Vatertag

Die Kinder basteln regelmäßig Geschenke für ihre Eltern anlässlich des Mammendag (Muttertag) und des Pappendag (Vatertag).

Wie bereitet man sich nach der Grundschule auf den Übergang zum Gymnasium vor?

Die Grundschule bereitet die Schüler schrittweise auf den Übergang in die Sekundarstufe vor. Dieser wichtige Schritt erfolgt in der Regel am Ende des 4. Zyklus, etwa im Alter von 12 Jahren.

Die Orientierung erfolgt schrittweise unter Einbeziehung der Lehrkräfte, der Eltern und des Schülers.

Schulische Orientierung ab dem 4. Zyklus

Bereits ab Zyklus 4.1 ermöglichen regelmäßige Gespräche zwischen Eltern und Lehrkräften, die Lernergebnisse des Schülers zu bewerten und seine zukünftige Orientierung vorzubereiten.

Die schulischen Leistungen, die erworbenen Kompetenzen sowie die Fähigkeiten des Kindes werden bei diesen Überlegungen berücksichtigt.

Die verschiedenen Bildungswege der Sekundarstufe

Nach Abschluss der Grundschule können die Schüler je nach Profil und Bildungsvorhaben verschiedene Bildungswege der luxemburgischen Sekundarstufe einschlagen.

Die Wahl der Bildungsrichtung betrifft insbesondere das klassische Sekundarschulwesen, das allgemeine Sekundarschulwesen oder bestimmte internationale Bildungswege.

Teilnahme an den Tagen der offenen Tür der Gymnasien

Die Tage der offenen Tür ermöglichen es Familien, die Schulen, ihre pädagogischen Besonderheiten und die verschiedenen den Schülern angebotenen Wahlfächer kennenzulernen.

Es wird empfohlen, bereits ab der 4. Klasse an diesen Veranstaltungen teilzunehmen, um den Übergang zum Gymnasium in aller Ruhe vorzubereiten.

Erfahren Sie mehr über die Gymnasien und die Sekundarstufe in Luxemburg.

Die Wahl des Schulsystems: wichtig

Die Wahl des Schulsystems sollte bereits bei Ihrer Ankunft in Luxemburg im Voraus geplant werden. Je nach Alter Ihres Kindes, dessen Sprachkenntnissen und der voraussichtlichen Dauer Ihres Auslandsaufenthalts kommen mehrere Optionen in Frage: eine luxemburgische öffentliche Schule, eine Europäische Schule oder eine internationale Schule. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, diese verschiedenen Möglichkeiten abzuwägen, können Sie den Bildungsweg wählen, der am besten zu Ihrer familiären Situation passt.

Ein erfolgreicher Einstieg in die Grundschule in Luxemburg

Die Grundschule bildet die erste Stufe des luxemburgischen Bildungswegs. Dank ihres mehrsprachigen Ansatzes, der Qualität ihres Unterrichts und der zahlreichen Begleitangebote für Neuankömmlinge ermöglicht sie es den Kindern, ihre Kompetenzen in einem internationalen und multikulturellen Umfeld zu entwickeln.

Unabhängig davon, ob Sie sich für das luxemburgische öffentliche Schulwesen oder einen anderen Bildungsweg entscheiden: Ein gutes Verständnis der Funktionsweise der Grundschule wird Ihnen helfen, Ihr Kind in dieser wichtigen Phase seiner Integration in Luxemburg zu begleiten.

Checkliste: Vorbereitung auf den Schulanfang Ihres Kindes in der Grundschule

Mit ein paar einfachen Schritten können Sie den Schulstart Ihres Kindes in Luxemburg entspannt vorbereiten.

  • Melden Sie Ihren Zuzug bei Ihrer Wohnsitzgemeinde an.
  • Ermitteln Sie die für Ihr Kind zuständige Schule.
  • Bereiten Sie die für die Einschulung erforderlichen Unterlagen vor.
  • Informieren Sie sich über außerschulische Betreuungsangebote und die „Maison Relais“.
  • Prüfen Sie den eventuellen Bedarf an sprachlicher Förderung.
  • Informieren Sie sich gegebenenfalls über internationale Alternativen.
  • Nehmen Sie vor Schulbeginn Kontakt mit der Schule auf.
  • Den Schulkalender für das laufende Jahr einsehen.
  • Bereiten Sie Ihr Kind schrittweise auf die Sprachen des luxemburgischen Schulsystems vor.

FAQ zur Grundschule in Luxemburg

Ab welchem Alter besteht in Luxemburg Schulpflicht?

Für Kinder mit Wohnsitz in Luxemburg besteht ab dem 4. Lebensjahr Schulpflicht. Kinder können jedoch bereits ab dem 3. Lebensjahr auf freiwilliger Basis an der Frühförderung teilnehmen.

Wie meldet man sein Kind in der Grundschule an?

Kinder mit Wohnsitz in Luxemburg gehören in der Regel der öffentlichen Schule ihrer Wohngemeinde an. Die Formalitäten werden in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung erledigt.

Kann man eine andere Schule als die der eigenen Gemeinde wählen?

Ja. Unter bestimmten Voraussetzungen und vorbehaltlich freier Plätze ist es möglich, eine Einschreibung an einer anderen öffentlichen Schule oder an einer privaten oder internationalen Schule zu beantragen.

Mein Kind spricht kein Luxemburgisch. Kann es die öffentliche Schule besuchen?

Ja. Für Kinder, die neu nach Luxemburg gekommen sind, gibt es Maßnahmen zur Aufnahme, sprachlichen Förderung und Betreuung.

Was ist der Unterschied zwischen der Alphabetisierung auf Deutsch und auf Französisch?

Traditionell lernten die Kinder Lesen und Schreiben auf Deutsch. Eine Reform ermöglicht nun die schrittweise Einführung der Alphabetisierung auf Französisch, um der sprachlichen Vielfalt der Schüler besser gerecht zu werden.

Was ist ein „Maison Relais“?

Das „Maison Relais“ ist eine außerschulische Betreuungseinrichtung, die Kinder vor und nach der Schule, in der Mittagspause und während bestimmter Schulferien betreut.

Wie läuft die Orientierung für den Übergang zum Gymnasium ab?

Die Orientierung wird im Laufe des 4. Zyklus schrittweise durch den Austausch zwischen Eltern, Lehrkräften und Schülern vorbereitet. Dabei werden die schulischen Leistungen und die erworbenen Kompetenzen berücksichtigt.

Gibt es internationale Alternativen zur luxemburgischen Grundschule?

Ja. Familien können sich für öffentliche Europäische Schulen, internationale Abteilungen oder private Schulen entscheiden, die verschiedene Sprachlehrpläne anbieten.

Leitfäden zur Orientierung im luxemburgischen Bildungssystem

Laurent Ollier

Laurent Ollier

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