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Schulbesuch von im Ausland lebenden Kindern: Begleitung und Integration

Schulbesuch von im Ausland lebenden Kindern: Begleitung und Integration

Die Ankunft in einem neuen Land bedeutet für die ganze Familie eine große Umstellung. Für Kinder ist der Einstieg in eine neue Schule oft mit vielen Fragen verbunden: eine neue Sprache , neue Mitschüler, neue Unterrichtsmethoden und manchmal sogar ein neues Schulsystem.

Die gute Nachricht: Luxemburg nimmt jedes Jahr Tausende internationaler Schüler auf und verfügt über eine Reihe von Maßnahmen, die deren schulische und sprachliche Integration erleichtern sollen. Ganz gleich, ob Sie eine Einschulung im luxemburgischen öffentlichen Schulwesen oder an einer internationalen Schule in Betracht ziehen – es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihr Kind in jeder Phase seines Bildungswegs zu begleiten.

Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die verfügbaren Optionen, die angebotenen Unterstützungsmaßnahmen und die zu erledigenden Schritte zu verstehen, um eine erfolgreiche Integration Ihres Kindes in sein neues schulisches Umfeld zu fördern.

Kinder, die neu in Luxemburg eingeschult werden: Was Sie beachten sollten

  • Luxemburg nimmt jedes Jahr zahlreiche neu aus dem Ausland angekommene Schüler auf.
  • Sowohl im Grundschul- als auch im Sekundarbereich gibt es Aufnahme- und Begleitmaßnahmen.
  • Der Dienst für schulische Integration und Aufnahme (SIA) unterstützt Familien kostenlos bei ihren Formalitäten.
  • Die Schüler können auf ihr Niveau abgestimmte sprachliche Unterstützung in Anspruch nehmen.
  • Internationale Schulen stellen eine Alternative für Familien dar, die einen bestimmten Bildungsweg einschlagen möchten.
  • Die schulische Integration beschränkt sich nicht nur auf das Erlernen von Sprachen: Auch die menschliche und soziale Begleitung spielt eine wesentliche Rolle.

Welches Schulsystem sollte man für ein im Ausland lebendes Kind in Luxemburg wählen?

Eine der ersten Entscheidungen, vor denen im Ausland lebende Familien stehen, betrifft die Wahl des Schulsystems. Luxemburg zeichnet sich dadurch aus, dass es mehrere Bildungswege anbietet, die sehr unterschiedlichen Situationen gerecht werden.

Die Wahl hängt insbesondere vom Alter des Kindes, seiner Muttersprache, seinem bisherigen schulischen Werdegang, der voraussichtlichen Dauer Ihres Auslandsaufenthalts und Ihren Zukunftsplänen ab.

Internationale Schulen: beruhigende schulische Kontinuität

Viele internationale Familien entscheiden sich für internationale Schulen, die es ermöglichen, den Unterricht in einer Sprache fortzusetzen, die das Kind bereits beherrscht, oder in einem Bildungssystem, das dem seines Herkunftslandes ähnelt.

Luxemburg bietet insbesondere:

  • öffentliche Europäische Schulen;
  • Schulen, die nach dem französischen Lehrplan unterrichten;
  • britische Schulen;
  • Schulen, die das International Baccalaureate (IB) anbieten;
  • andere anerkannte internationale Bildungsgänge.

Diese Lösung erleichtert oft den Übergang zwischen verschiedenen Ländern und gewährleistet die pädagogische Kontinuität.

Das luxemburgische öffentliche Schulwesen: eine Entscheidung für die Integration

Andere Familien bevorzugen die Integrationin das luxemburgische öffentliche Bildungswesen, um die lokale Verankerung ihrer Kinder und das Erlernen der Landessprachen zu fördern.

Diese Entscheidung ermöglicht es den Schülern, sich schnell in die luxemburgische Gesellschaft zu integrieren und gleichzeitig mehrsprachige Kompetenzen zu entwickeln, die im internationalen Kontext des Großherzogtums besonders geschätzt werden.

Das öffentliche Schulsystem sieht spezifische Maßnahmen zur Begleitung neu angekommener Schüler vor.

Wie trifft man die richtige Wahl?

Es gibt keine allgemeingültige Lösung. Eine internationale Schule ist nicht automatisch besser geeignet als eine luxemburgische Schule und umgekehrt.

Die wichtigsten zu berücksichtigenden Kriterien sind:

  • die voraussichtliche Dauer Ihres Aufenthalts in Luxemburg;
  • die Sprachen, die Ihr Kind bereits beherrscht;
  • sein Alter und sein schulisches Niveau;
  • seine langfristigen Bildungspläne;
  • seine Persönlichkeit und seine Anpassungsfähigkeit.

Entdecken Sie unseren umfassenden Leitfaden zum luxemburgischen Bildungssystem.

Und nach dem Gymnasium?

Zur Vorbereitung auf das Hochschulstudium finden Sie hier außerdem unseren Leitfaden zu Stipendien und finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten für Studierende in Luxemburg.

Luxemburgische Schule oder internationale Schule: Was bedeutet das für Ihr Kind?

Für viele im Ausland lebende Eltern ist diese Frage von zentraler Bedeutung. Beide Optionen bieten Vorteile und sollten im Hinblick auf Ihre familiären Pläne abgewogen werden.

KriteriumLuxemburgische SchuleInternationale Schule
KostenKostenlos im öffentlichen SchulwesenJe nach Einrichtung unterschiedlich
UnterrichtssprachenLuxemburgisch, Deutsch, FranzösischJe nach gewähltem System
Lokale IntegrationSehr starkVariabel
Internationale MobilitätGutHervorragend
Betreuung von NeuankömmlingenSpezifische Maßnahmen des BildungsministeriumsJe nach Schule

Viele Familien entscheiden sich für eine luxemburgische Schule, wenn sie sich dauerhaft niederlassen möchten, während internationale Schulen häufig im Rahmen häufiger internationaler Mobilität oder einer geplanten Rückkehr ins Herkunftsland bevorzugt werden.

Kennzahlen zum Schulwesen in Luxemburg

  • Mehr als 50 % der in Luxemburg eingeschulten Schüler haben eine ausländische Staatsangehörigkeit.
  • Die Schüler an luxemburgischen Schulen vertreten mehr als 170 Nationalitäten.
  • Luxemburg bietet mehrere Schulsysteme an: das luxemburgische, das europäische, das internationale, das britische und das französische.
  • Für Schüler, die vor weniger als 24 Monaten zugezogen sind, sind spezielle Integrationsmaßnahmen vorgesehen.
  • Der Dienst für schulische Integration und Aufnahme (SIA) begleitet neu angekommene Familien kostenlos.

Mein Kind spricht weder Luxemburgisch noch Deutsch noch Französisch: Ist das ein Problem?

Dies ist eine der häufigsten Sorgen von im Ausland lebenden Eltern. In den allermeisten Fällen lautet die Antwort: Nein.

Luxemburg nimmt seit vielen Jahren Schüler aus aller Welt auf. Die Schulen sind es gewohnt, Kinder zu integrieren, für die die Sprachen des Landes völlig neu sind.

Je nach Alter des Kindes, seinem schulischen Niveau und dem gewählten Schulsystem können verschiedene Lösungen umgesetzt werden, damit es schrittweise Fortschritte macht, ohne dass sein schulischer Erfolg beeinträchtigt wird.

Sprachfördermaßnahmen, Integrationsklassen und individuelle Betreuung ermöglichen es den Schülern in der Regel, schnell Selbstvertrauen und Selbstständigkeit zu gewinnen.

Welche Aufnahmemaßnahmen gibt es für neu angekommene Schüler?

Luxemburg hat mehrere Maßnahmen entwickelt, um Kinder und Jugendliche aus dem Ausland zu begleiten. Ziel ist es, ihnen die Fortsetzung ihrer Schulausbildung unter den bestmöglichen Bedingungen zu ermöglichen und gleichzeitig ihre schrittweise Integration in ihr neues Umfeld zu fördern.

Diese Maßnahmen berücksichtigen den bisherigen schulischen Werdegang des Schülers, sein Alter, seine Sprachkenntnisse und seine spezifischen Bedürfnisse.

Eingliederungsklassen zur Erleichterung der ersten Monate

Wenn ein Schüler in das luxemburgische Schulsystem eintritt, ist oft eine Eingewöhnungsphase erforderlich. Die Schulen können Aufnahmemassnahmen einrichten, die es den Schülern ermöglichen, schrittweise die Abläufe in der Schule, die pädagogischen Methoden und die verwendeten Sprachen kennenzulernen.

Diese Integrationsphase trägt dazu bei, den mit dem Eintritt in eine neue Schule verbundenen Stress zu verringern und fördert den Aufbau von Selbstvertrauen.

Ziel ist es, dem Schüler zu ermöglichen, schrittweise in einen Bildungsweg einzusteigen, der seinem Niveau und seinem Potenzial entspricht.

Schrittweise Integration in Regelklassen

In vielen Fällen werden die Schüler direkt in eine Klasse integriert, die ihrem Alter oder ihrem schulischen Niveau entspricht. Ergänzende Begleitmaßnahmen werden dann umgesetzt, um ihre Anpassung zu unterstützen.

Dieser Ansatz ermöglicht es den Kindern, schnell Kontakte zu ihren Mitschülern zu knüpfen und uneingeschränkt am Schulleben teilzunehmen.

Sprachliche Unterstützung: eine unverzichtbare Hilfe für Kinder von Auswanderern

Die Frage der Sprachen ist oft das Hauptanliegen neu angekommener Familien. Da Luxemburg ein mehrsprachiges Land ist, wurden spezifische Lösungen entwickelt, um den Schülern dabei zu helfen, schrittweise die für ihren schulischen Erfolg notwendigen Sprachkenntnisse zu erwerben.

Wie funktioniert die sprachliche Förderung?

Je nach den Bedürfnissen des Schülers können Förderkurse angeboten werden. Diese Kurse finden in der Regel in kleinen Gruppen oder im Einzelunterricht statt, um einen auf das individuelle Tempo jedes Einzelnen abgestimmten Lernfortschritt zu ermöglichen.

Sie zielen insbesondere darauf ab:

  • die Luxemburgischkenntnisse zu verbessern;
  • das Erlernen von Französisch oder Deutsch zu fördern;
  • das Verständnis der Unterrichtsinhalte zu erleichtern;
  • die Selbstständigkeit der Schüler im Schulalltag zu verbessern.

Sprachen in der Grundschule

In der Grundschule werden die Kinder schrittweise mit den verschiedenen Sprachen des Landes vertraut gemacht:

  • Luxemburgisch wird als Kommunikations- und Integrationssprache verwendet;
  • Deutsch bleibt in vielen Klassen traditionell die Sprache der Alphabetisierung;
  • Französisch nimmt im Schulalltag einen immer größeren Stellenwert ein und kann nun in bestimmten Schulen als Alphabetisierungssprache gewählt werden.

Diese sprachliche Vielfalt mag auf den ersten Blick einschüchternd wirken, doch entwickeln die Kinder oft eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit, wenn sie schrittweise begleitet werden.

Erfahren Sie mehr über die Unterrichtssprachen in der Grundschule.

Sprachen in der Sekundarstufe

Im Gymnasium variieren die sprachlichen Anforderungen je nach gewähltem Bildungszweig und Bildungsweg stärker. Es können spezifische Fördermaßnahmen eingerichtet werden, um neu angekommenen Schülern zu ermöglichen, ihre Schulausbildung fortzusetzen, ohne durch die Sprache benachteiligt zu werden.

Die internationalen und europäischen Zweige stellen für manche Jugendliche ebenfalls eine interessante Lösung dar.

Integrationsklassen in der Sekundarstufe

Für manche Schüler, die im Jugendalter nach Luxemburg kommen, kann sich eine sofortige Integration in eine reguläre Klasse als schwierig erweisen, insbesondere wenn die sprachlichen oder schulischen Unterschiede groß sind.

In diesem Zusammenhang können Integrationsklassen angeboten werden.

Wozu dienen Integrationsklassen?

Diese Klassen ermöglichen es den Schülern, ihre bisherigen Kenntnisse zu festigen und gleichzeitig die Sprachkompetenzen zu entwickeln, die für ihre spätere Integration in einen regulären oder allgemeinen Bildungszweig erforderlich sind.

Sie bieten einen sicheren Rahmen, in dem die Schüler wieder Selbstvertrauen gewinnen und schrittweise die für den schulischen Erfolg notwendigen Fähigkeiten erwerben können.

Was sind die Ziele dieser Klassen?

  • die Sprachkompetenzen zu stärken;
  • die Grundlagen in Mathematik und den Hauptfächern festigen;
  • die schulische Selbstständigkeit zu fördern;
  • die Integration in eine Regelklasse vorzubereiten;
  • ein schlüssiges schulisches Projekt zu entwickeln.

Die Dauer dieser Begleitung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen jedes Schülers und den Empfehlungen des pädagogischen Teams.

Interkulturelle Mediatoren: eine wertvolle Unterstützung für Familien

Über schulische Fragen hinaus kann die Ankunft in einem neuen Land auch zu Kommunikationsschwierigkeiten zwischen den Familien und den Bildungseinrichtungen führen. Kulturelle, administrative oder sprachliche Unterschiede können den Austausch mitunter erschweren.

Um diesen Situationen gerecht zu werden, stellt Luxemburg interkulturelle Mediatoren zur Verfügung.

Welche Rolle spielt ein interkultureller Vermittler?

Der Vermittler erleichtert die Kommunikation zwischen der Familie und der Schule. Er hilft dabei, die Funktionsweise des luxemburgischen Bildungssystems besser zu verstehen, und kann bei Besprechungen oder behördlichen Angelegenheiten vermitteln.

Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:

  • den Dialog zwischen den Eltern und der Schule zu fördern;
  • bestimmte schulische Abläufe zu erklären;
  • die Familien bei ihren Behördengängen zu begleiten;
  • das Verständnis für kulturelle Unterschiede zu erleichtern;
  • die Integration des Schülers zu unterstützen.

Warum ist dieser Service für im Ausland lebende Familien nützlich?

Neu angekommene Eltern beherrschen nicht immer die Sprachen, die im schulischen Austausch verwendet werden. Der Vermittler hilft dabei, Missverständnisse zu vermeiden und trägt dazu bei, ein Vertrauensverhältnis zwischen der Familie und der Schule aufzubauen.

Diese Unterstützung kann in den ersten Monaten nach der Ansiedlung in Luxemburg besonders wertvoll sein.

Bieten internationale Schulen ebenfalls eine Begleitung an?

Die Modalitäten der Unterstützung variieren stark je nach Schule. Einige internationale Schulen bieten spezifische Maßnahmen an, die die Integration neuer Schüler erleichtern sollen, insbesondere sprachliche Unterstützung, pädagogische Begleitung oder Einführungsprogramme.

Die angebotenen Leistungen unterscheiden sich von Schule zu Schule und ersetzen nicht unbedingt die strukturierten Maßnahmen, die im luxemburgischen öffentlichen Bildungswesen eingerichtet sind.

Vor einer Anmeldung ist es daher ratsam, sich direkt bei der betreffenden Schule zu erkundigen, welche Unterstützungsmaßnahmen für neu angekommene Schüler zur Verfügung stehen.

Je nach Schule kann diese Unterstützung Folgendes umfassen:

  • zusätzlichen Sprachunterricht;
  • Integrationsprogramme für neue Schüler;
  • Nachhilfe durch andere Schüler;
  • individuelle pädagogische Begleitung;
  • psychologische oder pädagogische Unterstützung, sofern erforderlich.

Vergleich der internationalen Schulen in Luxemburg.

Dienststelle für schulische Integration und Aufnahme (SIA): kostenlose Begleitung für im Ausland lebende Familien

Um neu angekommenen Familien zu helfen, das luxemburgische Bildungssystem zu verstehen und die für ihre Situation am besten geeignete Lösung zu finden, stellt das Bildungsministerium einen spezialisierten Dienst zur Verfügung: den Dienst für schulische Integration und Aufnahme (SIA).

Dieser Dienst ist oft die erste Anlaufstelle für Eltern, die sich mit schulpflichtigen Kindern in Luxemburg niederlassen.

Welche Rolle spielt der SIA?

Der SIA begleitet Familien bei ihren Behördengängen und hilft ihnen, die verschiedenen Schulmöglichkeiten in Luxemburg besser zu verstehen.

Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:

  • die Information über die verschiedenen Schulsysteme;
  • Unterstützung bei der Schulwahl;
  • Unterstützung bei Verwaltungsangelegenheiten;
  • die Bewertung des bisherigen Bildungswegs;
  • die Koordination mit den Schulen;
  • die eventuelle Einleitung geeigneter Fördermaßnahmen.

Wie vereinbare ich einen Termin beim SIA?

Familien können ein persönliches Gespräch beantragen, um ihre Situation und ihre Fragen zu schildern. Dieser Termin ermöglicht es, eine Bestandsaufnahme des schulischen Werdegangs des Kindes vorzunehmen und die am besten geeigneten Lösungen zu ermitteln.

Es wird empfohlen, sich so bald wie möglich nach der Ansiedlung in Luxemburg an die Stelle zu wenden, wenn möglich sogar schon vor der Ankunft.

Individuelle Beratung für jeden Schüler

Jede Situation wird individuell geprüft. Der SIA berücksichtigt dabei mehrere Faktoren:

  • das Alter des Kindes;
  • seinen bisherigen schulischen Werdegang;
  • die beherrschten Sprachen;
  • die schulischen Leistungen;
  • die Pläne der Familie;
  • die voraussichtliche Dauer des Aufenthalts in Luxemburg.

Das Ziel besteht nicht lediglich darin, einen Schulplatz zu vergeben, sondern einen schlüssigen Bildungsweg zu gestalten, der den schulischen Erfolg und die Entfaltung des Schülers fördert.

Wie kann man seinem Kind helfen, sich in Luxemburg schulisch erfolgreich zu integrieren?

Die Integration hängt nicht nur von der Wahl der Schule oder den eingesetzten pädagogischen Maßnahmen ab. Auch die Unterstützung durch die Familie spielt eine wesentliche Rolle für den Erfolg dieses Übergangs.

Jedes Kind reagiert anders auf den Umzug ins Ausland. Manche passen sich sehr schnell an, während andere mehr Zeit benötigen, um sich zurechtzufinden.

Eine Eingewöhnungsphase akzeptieren

Die ersten Wochen können verunsichernd sein. Das Kind muss eine neue Umgebung entdecken, neue Regeln verstehen und manchmal eine oder mehrere unbekannte Sprachen lernen.

Diese Eingewöhnungsphase ist normal und sagt nichts über den zukünftigen Erfolg des Kindes aus.

Fortschritte statt sofortiger Leistungen wertschätzen

Wenn ein Kind ein neues Schulsystem kennenlernt, können die schulischen Leistungen vorübergehend schlechter ausfallen als im Herkunftsland.

Oft ist es sinnvoller, die erzielten Fortschritte, die unternommenen Anstrengungen und die neu erworbenen Fähigkeiten zu würdigen, als sich ausschließlich auf die Noten zu konzentrieren.

Außerschulische Aktivitäten fördern

Sportliche, künstlerische, kulturelle oder vereinsbezogene Aktivitäten sind hervorragende Mittel, um die soziale Integration zu fördern.

Sie ermöglichen es den Kindern, neue Freunde kennenzulernen, ihr Selbstvertrauen zu stärken und Sprachen in einem ungezwungenen Umfeld zu üben.

Entdecken Sie die Aktivitäten und Kurse für Kinder in Luxemburg.

Einen regelmäßigen Dialog mit der Schule pflegen

Der Austausch mit Lehrkräften und pädagogischen Teams ist unerlässlich, um die Entwicklung des Kindes zu verfolgen und eventuelle Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen.

Zögern Sie nicht, Termine zu vereinbaren oder Fragen zu stellen, wenn Sie weitere Informationen benötigen.

Schulbesuch in Luxemburg: Wichtig für im Ausland lebende Schüler

In den ersten Monaten kann es manchmal den Anschein haben, als würde Ihr Kind den Anschluss verlieren oder auf größere Schwierigkeiten stoßen als zuvor. In den meisten Fällen ist diese Phase jedoch nur vorübergehend. Das Erlernen einer neuen Sprache, das Kennenlernen einer neuen Umgebung und die kulturelle Anpassung brauchen Zeit. Die Fortschritte sind oft schneller, als Eltern vermuten, wenn das Kind eine angemessene Begleitung erhält.

Checkliste: Vorbereitung auf den Schulanfang Ihres Kindes in einer neuen Schule in Luxemburg

Ein paar einfache Schritte können die schulische Integration erleichtern und den Stress beim Einstieg in eine neue Umgebung verringern.

  • Sammeln Sie die letzten Schulzeugnisse und akademischen Unterlagen.
  • Nehmen Sie vor oder gleich nach der Ankunft in Luxemburg Kontakt mit dem SIA auf.
  • Finden Sie heraus, welches Schulsystem am besten zu Ihren familiären Plänen passt.
  • Besuchen Sie nach Möglichkeit die in Frage kommenden Schulen.
  • Berücksichtigen Sie die sprachlichen Bedürfnisse Ihres Kindes.
  • Planen Sie eine außerschulische Aktivität ein, die die Integration fördert.
  • Halten Sie einen regelmäßigen Dialog mit den Lehrkräften aufrecht.
  • Würdigen Sie die Fortschritte, die während der Eingewöhnungsphase erzielt wurden.
  • Bereiten Sie das Kind schrittweise auf die bevorstehenden Veränderungen vor.

Erfolgreiche Einschulung eines im Ausland lebenden Kindes in Luxemburg

Dank seiner Erfahrung mit der Aufnahme internationaler Schüler und der Vielfalt seines Bildungsangebots verfügt Luxemburg über zahlreiche Instrumente zur Begleitung neu angekommener Kinder.

Ob es um die Integration in das luxemburgische öffentliche Schulsystem oder um die Einschreibung an einer internationalen Schule geht – Familien können von einer individuellen Betreuung profitieren, die es ihnen ermöglicht, einen auf ihre Bedürfnisse und Pläne zugeschnittenen Bildungsweg zu gestalten.

Mit etwas Vorausplanung und einer angemessenen Begleitung wird die Schulerfahrung oft zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren für den Auslandsaufenthalt der Familie.

FAQ zur Schulbildung von im Ausland lebenden Kindern in Luxemburg

Mein Kind spricht kein Luxemburgisch. Kann es in Luxemburg zur Schule gehen?

Ja. Luxemburgische Schulen nehmen regelmäßig Schüler auf, die die Landessprachen noch nicht beherrschen. Es gibt sprachliche Fördermaßnahmen, um ihre Integration zu erleichtern.

Gibt es kostenlose Sprachkurse für neu angekommene Schüler?

Ja. Im Rahmen des Schulbesuchs können Sprachfördermaßnahmen angeboten werden, um den Schülern zu helfen, ihre Kenntnisse in Luxemburgisch, Französisch oder Deutsch schrittweise auszubauen.

Ist der SIA kostenlos?

Ja. Der Dienst für schulische Integration und Aufnahme ist ein kostenloser öffentlicher Dienst, der Familien bei ihren Behördengängen und ihrer Schulwahl unterstützt.

Besteht die Gefahr, dass mein Kind bei der Ankunft in Luxemburg eine Klasse wiederholen muss?

Jede Situation wird individuell geprüft. Das Ziel der Aufnahmemaßnahmen besteht gerade darin, den Schülern zu ermöglichen, ihren schulischen Werdegang unter Bedingungen fortzusetzen, die ihrem Niveau und ihrem Potenzial entsprechen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Aufnahmeklasse und einer Integrationsklasse?

Die Aufnahmeklassen erleichtern den ersten Kontakt mit dem luxemburgischen Schulsystem, während die Integrationsklassen Schülern, die ihre sprachlichen oder akademischen Kompetenzen verbessern müssen, eine strukturiertere Begleitung bieten.

Kann man nach einigen Jahren das Schulsystem wechseln?

Ja. Viele Familien wechseln je nach Entwicklung ihrer familiären Pläne und des Bildungswegs ihres Kindes von einer internationalen Schule zu einer luxemburgischen Schule oder umgekehrt.

Bieten internationale Schulen auch sprachliche Förderung an?

Die meisten internationalen Schulen verfügen über spezielle Maßnahmen zur Unterstützung neuer Schüler, doch die Modalitäten variieren von Schule zu Schule.

Wie vereinbart man einen Termin beim SIA?

Familien können sich direkt über das Bildungsministerium an den Dienst für schulische Integration und Aufnahme wenden, um ein persönliches Gespräch zu vereinbaren.

Leitfäden für die weiteren Schritte bei der Schulanmeldung in Luxemburg

Laurent Ollier

Laurent Ollier

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