Gewalt, Belästigung, Sucht: Wo findet man in Luxemburg Hilfe?
Jeder kann einmal mit Gewalt, Belästigung, Sucht oder großer Not konfrontiert werden. Wenn man sich gerade erst in Luxemburg niedergelassen hat, ist es umso schwieriger, schnell den richtigen Ansprechpartner zu finden, da man die Einrichtungen und Hilfsangebote des Landes noch kaum kennt.
In Luxemburg gibt es verschiedene Dienste, die Ihnen zuhören, Sie beraten, schützen oder weiterverweisen können – ganz gleich, ob Sie direkt betroffen sind, einer Person in Not nahestehen oder Zeuge einer besorgniserregenden Situation sind.
Diese Seite hilft Ihnen, schnell die für Ihre Situation geeignete Stelle zu finden: Notfälle, häusliche oder familiäre Gewalt, Belästigung, Cybermobbing, Sucht, psychische Not oder Schwierigkeiten, mit denen ein Kind oder ein Jugendlicher zu kämpfen hat.
Benötigen Sie sofort Hilfe?
Wenn Sie oder eine andere Person in Gefahr sind oder dringende Hilfe benötigen:
- 113: Großherzogliche Polizei bei Gefahren, die ein Eingreifen der Polizei erfordern.
- 112: Medizinische Notfälle und Rettungsdienste.
- 2060 1060: Helpline gegen Gewalt, Beratung und Weitervermittlung rund um die Uhr (24/7).
- CNVV – Nationales Zentrum für Opfer von Gewalt: Aufnahme und Unterstützung für Opfer rund um die Uhr, 7 Tage die Woche.
Verlassen Sie sich in Notfällen nicht ausschließlich auf eine Online-Suche: Wenden Sie sich direkt an die zuständige Stelle.
Benötigen Sie Hilfe bei Gewalt, Belästigung oder Notlagen? Das sollten Sie beachten
- Sie können Hilfe anfordern, auch wenn Sie noch nicht genau wissen, welche Schritte in Luxemburg zu unternehmen sind.
- Mehrere Dienste bieten vertrauliche oder anonyme Beratung an und können Sie an die zuständige Stelle weiterleiten.
- Die Hilfsangebote richten sich nicht nur an Opfer: Auch Angehörige, Zeugen und Personen, die gewalttätiges Verhalten ändern möchten, können begleitet werden.
- Bei Belästigung am Arbeitsplatz hat der Arbeitgeber Präventions- und Interventionspflichten.
- Für Kinder und Jugendliche gibt es in Luxemburg spezielle Hotlines.
An wen können Sie sich wenden, um Hilfe zu erhalten?
Sie sind mit einer Situation von Gewalt, Belästigung oder psychischer Not konfrontiert und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Suchen Sie sich schnell einen ersten Ansprechpartner. Dieser kann Sie dann bei Bedarf an eine spezialisiertere Beratungsstelle weiterverweisen.
| Situation | An wen können Sie sich wenden? | Vorgehensweise |
|---|---|---|
| Unmittelbare Gefahr | 113 oder 112 | Fordern Sie sofortiges Eingreifen der Polizei oder der Rettungskräfte an. |
| Häusliche, familiäre, körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt | Helpline Gewalt 2060 1060 / CNVV | Hier finden Sie ein offenes Ohr, Beratung und die Vermittlung geeigneter Hilfsangebote. |
| Starke psychische Notlage | SOS Détresse 45 45 45 | Anonym und vertraulich mit einer geschulten Ansprechpartnerin oder einem geschulten Ansprechpartner sprechen. |
| Sucht oder Sorge um einen Angehörigen | CNAPA – Fro Nr. 49 77 77 55 | Informationen einholen und an spezialisierte Dienste weitergeleitet werden. |
| Cybermobbing oder Probleme im Internet | BEE SECURE 8002 1234 | Vertrauliche Beratung und passende Hilfe erhalten. |
| Kind oder Jugendlicher in Not | Kanner-Jugendtelefon 116 111 | Kostenloses, anonymes und vertrauliches Gesprächsangebot. |
| Mobbing am Arbeitsplatz | Arbeitgeber, Personalvertretung, ITM | Melden Sie den Vorfall, fordern Sie dessen Beendigung und informieren Sie sich über Ihre Rechte. |
Gewalt: Gehört, geschützt und begleitet werden in Luxemburg
Gewalt kann verschiedene Formen annehmen. Sie muss nicht unbedingt körperlicher Natur sein: Auch psychische, verbale, sexuelle oder wirtschaftliche Gewalt sowie kontrollierendes Verhalten können Hilfe und Begleitung erfordern.
Luxemburg verfügt heute über ein koordiniertes Netzwerk von Hilfsangeboten, das es Betroffenen ermöglicht, einen Ansprechpartner zu finden, ohne von Anfang an alle zu unternehmenden Schritte selbst herausfinden zu müssen.
Gewalt-Hotline: eine erste Anlaufstelle rund um die Uhr
Die Gewalt-Hotline unter der Nummer 2060 1060 ist eine erste Anlaufstelle, um Rat einzuholen oder weitergeleitet zu werden. Sie ist rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche erreichbar.
Sie richtet sich an Opfer von Gewalt, aber auch an Zeugen und an Personen, die sich Sorgen um ihr eigenes gewalttätiges Verhalten machen.
Je nach Situation kann sie an eine Fachstelle, eine Unterkunft, psychosoziale Begleitung, medizinische Hilfe oder die Polizei weiterverweisen.
CNVV: eine zentrale Anlaufstelle für Opfer
Das Nationale Zentrum für Opfer von Gewalt (CNVV) bietet eine Anlaufstelle für Menschen, die mit verschiedenen Formen von Gewalt konfrontiert sind.
Es ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche erreichbar und ermöglicht es den Betroffenen, je nach Bedarf psychosoziale Unterstützung, medizinische Hilfe und Informationen zu möglichen weiteren Schritten in Anspruch zu nehmen. Auch ein polizeiliches Eingreifen und rechtliche Beratung können angeboten werden.
Diese Organisation erspart es den Opfern, in einer oft schwierigen Zeit sofort mehrere Ansprechpartner aufsuchen zu müssen.
Sollte ein Polizeieinsatz erforderlich sein, besuchen Sie auch unsere Seite zur Großherzoglichen Polizei und zur Sicherheit in Luxemburg.
Sind Sie Zeuge von Gewalt?
Ein Angehöriger, ein Nachbar, ein Kollege oder ein Kind ist möglicherweise mit einer Gewaltsituation konfrontiert, ohne zu wissen, wie es Hilfe in Anspruch nehmen kann. Auch Zeugen können sich an die Gewalt-Helpline wenden, um sich über das richtige Vorgehen beraten zu lassen.
Wenn Sie der Meinung sind, dass eine Person in unmittelbarer Gefahr ist, wenden Sie sich direkt an die Rettungsdienste.
Sie wenden Gewalt an und möchten sich ändern?
Es gibt auch Angebote für Menschen, die sich ihres gewalttätigen Verhaltens bewusst sind und Unterstützung suchen, um damit aufzuhören.
Die Gewalt-Hotline kann Sie an kompetente Fachkräfte und Einrichtungen weiterverweisen. Wenn Sie in dieser Phase Hilfe in Anspruch nehmen, kann noch eingegriffen werden, bevor sich die Situation verschlimmert, und eine geeignete Begleitung kann eingeleitet werden.
Mobbing und Cybermobbing: Bleiben Sie in dieser Situation nicht allein
Belästigung kann in der Schule, am Arbeitsplatz, im Privatleben oder im Internet auftreten. Sie kann in Form von wiederholten Verhaltensweisen auftreten, die eine Person isolieren, herabwürdigen, einschüchtern oder in ihrer Würde verletzen.
Die geeignete Vorgehensweise hängt vom Kontext ab: Arbeitsumfeld, Schule, soziale Netzwerke oder eine Situation, die möglicherweise in den Zuständigkeitsbereich der Polizei fällt.
Mobbing am Arbeitsplatz
In Luxemburg schützt das Arbeitsgesetzbuch Arbeitnehmer vor Mobbing im Rahmen von Arbeitsverhältnissen. Der Arbeitgeber muss Präventionsmaßnahmen ergreifen und eingreifen, sobald er Kenntnis von einer Mobbingsituation erhält.
Je nach Ihrer Situation können Sie sich insbesondere an folgende Stellen wenden:
- an Ihren Arbeitgeber oder Ihre Personalabteilung;
- an die Personalvertretung, sofern vorhanden;
- andie Arbeits- und Bergbauaufsicht (ITM), um Informationen einzuholen oder einen Vorfall zu melden;
- an eine Fachkraft, die Sie über Ihre Rechte und mögliche Vorgehensweisen beraten kann.
Die ITM kann von einer Person eingeschaltet werden, die sich als Opfer von Mobbing sieht, und verfügt über ein spezielles Untersuchungsverfahren.
In jedem Fall kann es hilfreich sein, Unterlagen aufzubewahren, anhand derer sich der Sachverhalt und dessen zeitlicher Ablauf nachvollziehen lassen.
Luxemburg bietet nun die Voraussetzungen für ein Recht auf digitale Auszeit.
Cybermobbing: Lassen Sie sich von BEE SECURE beraten
Wiederholte Nachrichten, Drohungen, die Verbreitung von Inhalten, Account-Missbrauch oder Angriffe in sozialen Netzwerken können ein angemessenes Eingreifen erfordern.
Die BEE SECURE-Hotline unter 8002 1234 bietet eine kostenlose und vertrauliche Beratung, insbesondere zu den Themen Cybermobbing, soziale Netzwerke, Schutz der Privatsphäre und verschiedenen Problemen im Zusammenhang mit der Internetnutzung.
Der Dienst richtet sich an Kinder und Jugendliche, aber auch an Eltern, Erwachsene, Lehrkräfte und Fachkräfte im Bildungsbereich.
Wenn der Sachverhalt möglicherweise eine Straftat darstellt oder eine Person bedroht wird, kann auch die Polizei kontaktiert werden.
Mobbing: Wichtig
Mobbing beschränkt sich nicht auf die Beziehungen zwischen zwei Kollegen. Im beruflichen Umfeld können bestimmte Verhaltensweisen auch von einem Vorgesetzten oder von externen Personen im Zusammenhang mit dem Unternehmen ausgehen. Im Zweifelsfall sollten Sie sich beraten lassen, bevor Sie einer sich wiederholenden Situation allein gegenüberstehen.
Sucht: Wo findet man in Luxemburg Hilfe?
Eine Sucht kann verschiedene Substanzen oder Verhaltensweisen betreffen und Auswirkungen auf die Gesundheit, familiäre Beziehungen, die Schule, die Arbeit oder das soziale Leben haben.
Rat einzuholen bedeutet nicht zwangsläufig, sofort eine Behandlung zu beginnen. Es kann einfach darum gehen, eine Situation besser zu verstehen, die Möglichkeiten der Unterstützung abzuwägen und den richtigen Fachmann zu finden.
CNAPA: Prävention, Information und Beratung
Das Nationale Zentrum für Suchtprävention (CNAPA) ist eine führende Einrichtung in Luxemburg im Bereich der Suchtprävention.
Seine Hotline „Fro No“ beantwortet Fragen zu Suchterkrankungen, Substanzen und den in Luxemburg verfügbaren Hilfsangeboten.
Sie ist montags bis freitags von 9:00 bis 13:00 Uhr unter der Nummer 49 77 77 55 erreichbar. Der Dienst kann Ihnen insbesondere dabei helfen, Einrichtungen zu finden, die auf Ihre Situation oder die eines Angehörigen zugeschnitten sind.
Auf verschiedene Situationen zugeschnittene Begleitangebote
Je nach Bedarf kann die Betreuung durch einen Arzt, einen Psychologen, eine Fachstelle oder einen Verein erfolgen. Einige Einrichtungen bieten auch Selbsthilfegruppen für Betroffene oder deren Angehörige an.
Sie müssen nicht warten, bis eine Situation besonders schwierig wird, um Rat einzuholen. Ein frühzeitiges Vorgehen ermöglicht es oft, das Problem besser zu verstehen und mögliche Lösungen zu finden.
Bei allgemeineren Fragen zur psychologischen Begleitung lesen Sie bitte auch unseren Leitfaden zu psychischer Gesundheit und Psychologen in Luxemburg.
Psychische Notlage: Reden und Unterstützung finden
Eine Trennung, ein Trauerfall, familiäre oder berufliche Schwierigkeiten, Isolation, ein Auslandsaufenthalt oder eine Anhäufung von Problemen können zu einer Phase großer psychischer Belastung führen.
In solchen Momenten können Sie Hilfe in Anspruch nehmen, auch wenn Sie noch nicht genau wissen, welche Art von Unterstützung Sie benötigen.
SOS Détresse: anonyme und vertrauliche Beratung
SOS Détresse bietet in Luxemburg unter der Nummer 45 45 45 eine anonyme und vertrauliche Anlaufstelle an.
Die Hotline ist täglich von 11 bis 23 Uhr und freitags sowie samstags bis 3 Uhr morgens erreichbar. An bestimmten Tagen wird auch ein spezieller Service in englischer Sprache angeboten.
SOS Détresse bietet zudem Online-Möglichkeiten zum Austausch für Menschen, die lieber schreiben als telefonieren.
Suizidprävention: Schnell Hilfe suchen
Eine Person, die sich in einer Situation großer Not befindet oder deren Äußerungen ihr Umfeld beunruhigen, muss schnell an geeignete Hilfe weitergeleitet werden können.
SOS Détresse unter der Nummer 45 45 45 kann eine erste Anlaufstelle sein, bei der man Gehör findet. In Krisensituationen, die ein sofortiges Eingreifen erfordern, wenden Sie sich bitte an die 112.
Sie können sich auch an einen Arzt oder eine Fachkraft für psychische Gesundheit wenden, um eine angemessene Beurteilung und Begleitung zu erhalten.
Wenn Sie sich Sorgen um die Situation eines Angehörigen machen, können Sie selbst eine Beratungsstelle kontaktieren, um Rat zu erhalten, wie Sie ihn unterstützen können.
Kinder und Jugendliche: spezielle Beratungsdienste
Auch Kinder und Jugendliche können zu Hause, in der Schule, in ihren Beziehungen oder im Internet auf Schwierigkeiten stoßen. Sie trauen sich nicht immer, sofort mit ihrem Umfeld darüber zu sprechen.
Kanner-Jugendtelefon: die 116 111
Das Kanner-Jugendtelefon (KJT) stellt Kindern und Jugendlichen die kostenlose Nummer 116 111 zur Verfügung.
Der Dienst ist anonym und vertraulich. Die Jugendlichen können dort über familiäre oder schulische Schwierigkeiten, über Beziehungen zu ihren Freunden, über Mobbing oder ganz allgemein über jede Situation sprechen, die ihnen Sorgen bereitet.
Eine Hotline auch für Eltern
Eltern, die sich Sorgen um ihr Kind machen, können ebenfalls Rat einholen. Der Dienst „Elterentelefon“ ist unter der Nummer 8002 4444 erreichbar und bietet Eltern, die sich in einer schwierigen Situation befinden, vertrauliche Beratung.
Bei Problemen, die direkt mit dem Internet, sozialen Netzwerken oder Cybermobbing zusammenhängen, ergänzt die BEE SECURE Helpline diese Angebote unter der Nummer 8002 1234.
Wie kann man einem Angehörigen in einer Notlage helfen?
Es ist nicht immer einfach zu wissen, wie man reagieren soll, wenn man sich Sorgen um einen Partner, einen Freund, einen Kollegen oder ein Kind macht.
Sie können jedoch eine wichtige Rolle spielen, indem Sie:
- das, was die Person Ihnen anvertraut, ernst nehmen;
- ihr zuhören, ohne das, was sie erlebt, herunterzuspielen;
- sie ermutigen, sich an eine Fachkraft oder eine Hilfsstelle zu wenden;
- ihr, falls sie dies wünscht, anbieten, sie bei bestimmten Schritten zu begleiten;
- selbst bei einer spezialisierten Einrichtung Rat einzuholen, wenn Sie nicht wissen, wie Sie vorgehen sollen;
- die Notdienste zu kontaktieren, wenn Sie der Meinung sind, dass ein sofortiges Eingreifen erforderlich ist.
Checkliste: Hilfe in Luxemburg finden
- Bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie die 113 oder die 112.
- Bei Gewalt wenden Sie sich an die Helpline 2060 1060 oder an das CNVV.
- Um anonym über eine Notlage zu sprechen, wenden Sie sich an SOS Détresse unter der Nummer 45 45 45.
- Bei Fragen zum Thema Sucht wenden Sie sich bitte an Fro No unter 49 77 77 55.
- Für Kinder oder Jugendliche wählen Sie bitte die Nummer 116 111.
- Bei Problemen mit Cybermobbing oder Online-Sicherheit wenden Sie sich bitte an BEE SECURE unter 8002 1234.
- Bei Mobbing am Arbeitsplatz wenden Sie sich bitte an Ihren Arbeitgeber, die Personalvertretung oder das ITM.
Wann sollte man die Polizei kontaktieren?
Beratungs- und Begleitangebote ersetzen nicht das Eingreifen der Behörden, wenn dies erforderlich ist.
Die Großherzogliche Polizei kann insbesondere eingreifen, wenn eine Person in Gefahr ist, wenn eine Gewaltsituation ein sofortiges Eingreifen erfordert oder wenn Sachverhalte gemeldet werden müssen, die möglicherweise eine Straftat darstellen.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Schritte Sie nach Gewalttaten unternehmen können, können Ihnen die Helpline oder das CNVV ebenfalls dabei helfen, die verschiedenen Möglichkeiten zu verstehen, die Ihnen zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Leitfaden zur Großherzoglichen Polizei und zur Sicherheit in Luxemburg.
Gewalt, Belästigung, Notlage: Häufige Fehler
- Zu glauben, dass eine Situation extrem schwerwiegend sein muss, bevor man Rat einholen kann.
- Abwarten, bis man genau weiß, an welche Stelle man sich wenden soll, bevor man Hilfe sucht.
- Zu glauben, dass nur körperliche Gewalt eine Betreuung rechtfertigt.
- Bei wiederholter Belästigung am Arbeitsplatz allein zu bleiben.
- Die Schwierigkeiten eines Kindes oder Jugendlichen herunterzuspielen, weil sie sich hauptsächlich online abspielen.
- Zu glauben, dass ein Angehöriger oder ein Zeuge keinen Hilfsdienst anrufen darf, um Rat einzuholen.
Bleiben Sie in einer schwierigen Situation nicht allein
In Luxemburg gibt es zahlreiche spezialisierte Dienste, die sich auf Zuhören, Prävention, Schutz und Begleitung konzentrieren. Für Neuankömmlinge ist es oft am schwierigsten zu wissen, an welche Tür sie klopfen sollen.
Sie müssen den idealen Weg nicht alleine finden: Ein erster Kontakt mit einer Helpline, einer medizinischen Fachkraft oder einer spezialisierten Einrichtung kann bereits ausreichen, um anschließend an die für Ihre Bedürfnisse geeignete Stelle weitergeleitet zu werden.
Und wenn es sich um einen Notfall handelt, wenden Sie sich immer zuerst an die Notdienste, anstatt administrative Schritte einzuleiten oder im Internet zu recherchieren.
FAQ: Hilfe in Luxemburg finden
Welche Nummer soll man bei Gewalt in Luxemburg anrufen?
Bei einer Gefahr, die ein Eingreifen der Polizei erfordert, rufen Sie die 113 an. Um in einer Gewaltsituation ein offenes Ohr zu finden und weitervermittelt zu werden, ist die Helpline 2060 1060 rund um die Uhr erreichbar.
Wo kann man anonym mit jemandem sprechen, wenn man eine schwierige Zeit durchmacht?
SOS Détresse bietet unter der Nummer 45 45 45 ein anonymes und vertrauliches Gespräch an. Der Dienst ermöglicht es Ihnen, mit einer geschulten Ansprechpartnerin oder einem geschulten Ansprechpartner zu sprechen, ohne zuvor angeben zu müssen, welche Art von Unterstützung Sie benötigen.
An wen kann man sich in Luxemburg bei einer Sucht wenden?
Das CNAPA bietet die Hotline „Fro No“ unter der Nummer 49 77 77 55 an, um Fragen zum Thema Sucht zu beantworten und Betroffene oder deren Angehörige an die entsprechenden Dienste weiterzuleiten.
Was tun bei Mobbing am Arbeitsplatz?
Sie können die Situation Ihrem Arbeitgeber und, falls vorhanden, der Personalvertretung melden. Auch die Arbeits- und Bergbauaufsicht kann Arbeitnehmer informieren und mit einem Fall von Mobbing befasst werden.
Welche Nummer kann ein Kind oder ein Jugendlicher anrufen?
Das Kanner-Jugendtelefon ist kostenlos unter der Nummer 116 111 erreichbar. Dort können Kinder und Jugendliche anonym und vertraulich über ihre Schwierigkeiten sprechen.
An wen kann man sich bei Cybermobbing wenden?
Die BEE SECURE-Helpline unter der Nummer 8002 1234 bietet kostenlose und vertrauliche Beratung, insbesondere zu Cybermobbing, sozialen Netzwerken und Online-Sicherheit. Je nach Schwere des Vorfalls kann auch die großherzogliche Polizei kontaktiert werden.
Kann ich Hilfe für einen Angehörigen anfordern?
Ja. Mehrere Beratungsstellen stehen auch Angehörigen und Zeugen zur Seite. Sie können sich an diese wenden, um die Situation zu schildern und zu erfahren, an welche Hilfsangebote die betroffene Person verwiesen werden kann.
Weitere Informationen und Hilfe
Artikel in dieser Kategorie Gesundheit – Wohlbefinden
Mitgliedschaft bei der CNS in Luxemburg: Die erforderlichen Schritte je nach Ihrer Situation
Erfahren Sie, wie Sie sich je nach Ihrer Situation bei der CNS anmelden können: als Arbeitnehmer, Selbstständiger, Ehepartner, Kind, Student, Rentner oder Grenzgänger.
Schwimmbäder, Spas und Wellnesszentren in Luxemburg
Der Führer zu Schwimmbädern, Spas, Saunen und Wasserparks in Luxemburg – zum Schwimmen, Entspannen oder für einen Familienausflug...
Gesundheitssystem: Krankenversicherung, CNS, Ärzte, Kostenerstattungen und Behördengänge
Umfassender Leitfaden zum luxemburgischen Gesundheitssystem: Formalitäten beim CNS, Arztbesuche, Kostenerstattungen, Notfälle und praktische Tipps für Neuankömmlinge.
